Provisionsabrechnung : Einstellungen
  
Einstellungen
In den Einstellungen des FABIS Provisionssystems definieren Sie Ihre unternehmenspezifischen Vorgaben für die Art der Berechnung der Provisionen bei Eigenumsatz und Fremdumsatz, d.h. Umsatz, den ein unterstellter Mitarbeiter vermittelt.
Sie erhöhen mit den vordefinierter Eingaben die Qualität Ihrer Daten, da Sie Fehlerquellen vermeiden
Vordefinierten Angaben beschleunigen die Eingabe
Eingabekräfte brauchen weniger Einarbeitungszeit für die Datenerfassung
Ihre spezifischen Anforderungen lassen sich einfach ohne Programmierung definieren
Die Einstellungen stehen den Anwendern in den entsprechenden Dialogen zur Verfügung
Die definierten Vorgaben lassen genug Freiraum, um im Einzelfall Änderungen vorzunehmen
Grunddaten
Über die Grunddaten legen Sie für jeden Vertriebsweg getrennt die Grundeinstellungen für die Provisionsabrechnung fest
Die festgelegten Vorgaben gelten für alle Provisionsempfänger des gewählten Vertriebskanals
Für jeden Vertriebskanal können Sie andere Grunddaten festlegen
Bei einzelnen Provisionsempfänger können Sie die Vorgabe individuell ändern
Alle Änderungen bleiben nachvollziehbar
Sie legen das Abrechnungsschema fest,
 
Differenzprovisionssystem
Die Provision für die Vermittlung ist mit der Provisin für die Hierarchie gekoppelt. Für jeden Vertriebspartner gilt eine Provisionsvereinbarung bei Eigenumsatz. Übergeordnete Provisionsempfänger erhalten Differenzprovision aus dem Umsatz der ihnen unterstellten Provisionsempfänger. Die Differenzprovision ist die Provision, die der übergeordnete Vertriebspartner eines Vermittlers erhält. Die Höhe dieser Fremdprovision ist von der Differenz der Provision der jeweiligen Stufe abhängig. Die Berechnung erfolgt nach diesem Schema:

Sind an einem Umsatz mehrere über ein Hierarchie verbundene Hierarchieknoten beteiligt, berechnet FABIS im ersten Schritt die Provision für den jeweiligen Knoten, so als wenn dieser Hierarchieknoten der Vermittler wäre. Anschließend ermittelt FABIS die Differenz aus diesen errechneten Provisionsbeträgen.

Provision bei Eigenumsatz des Übergeordneten
- Provision bei Eigenumsatz des Untergeordneten
_____________________________________________________________
= Differenzprovision des übergeordneten aus dem Umsatz des Vermittlers

Beispiel:
Vermittler Erich Erfolgreich (Stufe 3) steht in der Hierarchie über dem Vermittler Stefan Sonntag (Stufe 2)
Erich Erfolgreich erhält 100€ bei 1000€ Eigenumsatz
Stefan Sonntag erhält 80€ bei 1000€ Eigenumsatz

A) Wenn Erich Erfolgreich Umsatz von 1000€ vermittelt, erhält er 100€
B) Wenn Stefan Sonntag Umsatz von 1000€ vermittelt, erhält er 80€ und aus diesem Umsatz erhält Erich Erfolgreich 20€ Differenzprovision. (100€-80€=20€)

Das Unternehmen zahlt immer gleich viel Provision aus, egal ob alle Stufen in der Hierarchie belegt sind, oder nicht, denn der übergeordnete Vertriebsmitarbeiter erhält die Differenz auf den ihn unterstellten Vermittler. d.h. ist eine Stufe nicht mit einem Vermittler belegt wird die Differenz zum nächst höheren größer - der VP kann Interesse haben, dass ein Vermittler unter ihm ausfällt, damit er mehr Provision erhält. Wenn die Führungskraft einem unterstellten Mitarbeiter kündigt, bekommt die Führungskraft mehr Differenzprovision aus den Umsätzen der Unterstellten.
Starter bringen keine neuen Mitarbeiter, da finanzieller Vorteil erst bei der Beförderung entsteht.
Bei Stufengleichheit gibt es keine Differenz - Die Führungskraft braucht die höhere Stufe, um am Umsatz des untergeordneten Mitarbeiters teilzuhaben.
2-Stufen-System
Ziel ist die Entkopplung der Provision für die Vermittlung von der Provision für die Hierarchie. Jeder Vermittler bekommt bei Eigenumsatz die gleiche Provision, unabhängig von der Stufe. Bei Fremdabschlüssen, also Abschlüssen von unterstellten Mitarbeitern, zahlt das Unternehmen zusätzliche feste Differenzprovision für Fremdprovisionen. Fehlt in der Struktur eine Position, zahlt das Unternehmen weniger Provision aus. Führungskräfte profitieren nicht, wenn eine Position in der Hierarchie gekündigt wird. Die Hierarchie ist „stabiler“ als beim Differenzprovisionssystem.
Mitarbeiteranbau lohnt sich dennoch wie im Differenzprovisionssystem.
Einzelkämpfer verdienen im 2-Stufen-System immer gleich bei Eigenumsatz, unabhängig von ihrer Stufe.
Starter bringen keine neuen Mitarbeiter, da finanzieller Vorteil erst bei einer Beförderung entsteht.
Multilevelmarketing System
Für jeden Vertriebspartner gilt eine Provisionsvereinbarung bei Eigenumsatz und eine Vereinbarung bei Fremdumsatz. Ziel ist die Berechnung der Fremdprovision unabhängig von der Einstufung der unterstellten Mitarbeiter zu ermöglichen. Je nach Level / Ebene des Vermittlers wird dem Übergeordneten andere Fremdprovision ausbezahlt.
Starter bringen von Anfang an neue Mitarbeiter, da sich mit jedem neuen Mitarbeiter die eigene Provision erhöht. Schnelle Marktdurchdringung sind der Vorteil im MLM System. Hohe Fluktuation der Mitarbeiter ist ein Kennzeichen im MLM Vertrieb. Wer Mitarbeiter anbaut, sorgt damit auch für seinen Aufstieg in der Hierarchie.
2 Stufen (fixe Differenz)